Elena Degenhardt

Verschwindende Landschaft 1
Elena Degenhardt – Verschwindende Landschaft 1

 

Verschwindende Landschaft 2
Elena Degenhardt – Verschwindende Landschaft 2

 

Elena Degenhardt

Elena Degenhardt ist eine Vertreterin der realistischen Kunst, wobei sich der Einfluss des Französischen Impressionismus, vor allem in ihrer plein air Malerei, sowohl als auch des Deutschen Expressionismus in ihren Portraits, bemerkbar macht. Sie arbeitet hauptsächlich in Pastell aber auch in anderen, oft Mischtechniken: in Bleistift, Buntstiften, Mahlkohle und Acryl. Zudem verwendet sie für einige ihrer Arbeiten Aromen, was einen multi-sensoriellen Aspekt schafft und den Zuschauer in eine intensivere Kommunikation mit dem Kunstwerk versetzt.

Geboren 1977 in Russland, Elena verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Deutschland und Lettland. Im Jahr 2003 zog sie nach Deutschland, gründete eine Familie und nahm im Jahr 2009 die Deutsche Staatsangehörigkeit an.

Trotzt des Abschlusses mit Auszeichnung an der Jugendkunstschule der Stadt Irkutsk, Russland, und eine Empfehlung für ein Kunststudium, studierte Elena Philologie an der Städtischen Universität Irkutsk sowie an der Universität für Linguistik und arbeitete dann erfolgreich als Sprachlehrerin und Übersetzerin bis sie und ihre junge deutsche Familie im Jahr 2013 nach England umzog. Dort trat sie in eine Künstlergruppe ein, stellte mit ihr aus und gewann im Jahr 2014 einen Preis für die innovativste Arbeit.

Elena nahm danach eine Auszeit von der Unterrichtstätigkeit und besuchte ein Jahr lang Kurse in Acrylmalerei, Pastell und Zeichnen an der Norden Farm Centre for the Arts, Maidenhead, England. Sie lernte Pastellmalerei bei der britischen Künstlerin Jo Hall, SFGA. Nach dem Umzug nach Wien, Österreich, in 2015, experimentierte sie weiter mit den verschiedenen Techniken und Genren auf der Suche nach ihrer eigenen Kunstsprache, spezialisierte sich langsam als Portraitist bis sie 2017 auf Malta das Meer als ihr zweites Sujet entdeckte. In Malta nahm sie teil an der Portrait Masterclass des britischen Künstlers Gareth Reid und Aktmalerei bei dem maltesischen Künstler Jesmond Vassallo.

Ihr multikultureller und mehrsprachiger Hintergrund beeinflusst die Themenwahl in ihrer Kunstarbeit. Es handelt sich dabei um die Suche nach der Identität, erlebtem Displacement und damit verbundenen Erinnerungen. Elena erforscht das Phänomen menschliches Gedächtnis und ihres Mechanismus. Sie fokussiert sich auf Aktzeichnungen, insbesondere auf Körperteile, die eigenen Hände und Füße oder Teile des Gesichts. Dadurch setzt sie sich mit dem Verlust des Zugehörigkeitsgefühls und der existenziellen Einsamkeit auseinander.

Durch Wasserbilder erforscht sie verschiedene Formen der Zeit – als eine Substanz, die sich mit und um uns unaufhörlich bewegt in hier und jetzt, als Labyrinth, als Fragmentation, Ephemera oder als aufgelöstes Nichts, als Ewigkeit. Ihre fast abstrakten Meerbilder stellen die anziehenden und gleichzeitig abschreckenden Tiefen der menschlichen Psyche dar. Zudem arbeitet Elena mit Installationen alltäglicher Gegenstände und aus dem Meer herausgespültem Müll. Dabei macht sie auf das Problem der Verschmutzung der Meere mit Plastik aufmerksam.

Seit August 2019 lebt und arbeitet Elena wieder in Deutschland, stellt aber weiterhin international aus. Elenas Arbeiten befinden sich in privaten Kunstsammlungen in mehreren Ländern Europas, in den USA, Canada und Australien.